Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Wochenendfahrt zum Erfurter Weihnachtsmarkt 2010

Ein Dezember Wochenende in Erfurt.

Erfurt 2010.jpg

Ist das hier Oberstdorf?

Mit dieser Bemerkung endete unser adventlicher Ausflug in die thüringische Landeshauptstadt, als wir  am Montagabend in das tief verschneite Remscheid zurückkehrten.

Jetzt aber der Reihe nach.

Zu früher Stunde am Sonntagmorgen starteten trotz katastrophaler Witterungsbedingungen 46 ? Wanderfreunde unter der Leitung von Reinhard Wolff zum Besuch des Weihnachtsmarktes in Erfurt.
Ab Dortmund änderten sich die Wetterverhältnisse, so dass wir doch gegen 13:00 Erfurt erreichten.
Dort  erwartete uns ein Stadtführerehepaar, das uns in zwei Gruppen einen ersten Eindruck von Erfurt vermittelte. Nach dieser Exkursion ging es auf dem Weihnachtsmarkt, wo von den Remscheidern dann mehrere Meter thüringische Rostbratwurst und sonstige Spezialitäten verspeist wurden. Einige Gläschen Glühwein halfen bei der Verdauung. Wenn man von der Domtreppe auf den Weihnachtsmarkt blickte und die herrliche Kulisse der Fachwerkhäuser anschaute, in deren Fenstern, sich die vielen bunten Lichter des Marktes spiegelten, dann war das erste Fazit dieser Reise, Reinhard zu gratulieren, diese Stadt  ausgewählt zu haben.
Nach einem gemeinsamen köstlichen Abendessen endete der erste Tag. Der zweite Tag begann mit einem opulenten Frühstücksbüfett. Danach waren wir bereit für einen weiteren Gang durch die Stadt Erfurt.
Reinhard hatte sich sehr gut vorbereitet und hat uns mit den prächtigen Bauwerken und Kirchen, sowie der Zitadelle viele Beispiele aufgezeigt, dass Erfurt als Stadt mit Fug und Recht t zu den schöneren in Deutschland gerechnet werden darf. Um 12: Uhr mittags verließen wir Erfurt um genug Zeit für die Besichtigung der Wartburg übrig zu haben. Auch dieser Reiseabschnitt entwickelte sich zu einem weiteren Höhepunkt dieses Wochenendes. Nach einem deftigen Kaffeetrinken, erwartete uns Ollie, unser Busfahrer, und kutschierte uns sicher nach Remscheid und Wermelskirchen zurück.

Reinhard hat uns, als umsichtiger und fürsorglicher Reiseleiter, ein sehr schönes Adventswochenende beschert. Dafür möchten wir ihm an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön aussprechen.

Lieber Reinhard wir freuen uns schon heute auf ein neues Ziel in der Adventszeit 2011.


Erfurter Weihnachtsmarkt 2010


Wissenswertes über Erfurt

Rendezvous in der Mitte Deutschlands

Erfurt "... liegt am besten Ort. Da muss eine Stadt stehen!" So urteilte der große Reformator Martin Luther im 16. Jahrhundert. Erstmals erwähnt wurde Erfurt jedoch schon 742 in einem Brief an Papst Zacharias. Der Missionsbischof Bonifatius erkannte die prädestinierte Lage des Ortes "Erphesfurt" in der fruchtbaren Gera-Aue und empfahl ihn der römischen Kirche als Sitz eines Bistums. Erfurt wurde zum geistlichen Zentrum Thüringens.

Auf über 1260 Jahre bewegte Geschichte blickt Erfurt heute zurück. Viele Unverwechselbarkeiten kennzeichnen die größte thüringische Stadt mit ihrem Wahrzeichen Dom und Severikirche sowie einem fast vollständig erhaltenen mittelalterliche Stadtkern.

Erfurt - Stadt der Türme

"Erfordia turrita" - türmereiches Erfurt - rühmte Martin Luther einst die Stadt, weil sich die Türme von 25 Pfarrkirchen, 15 Klöstern und Stiften und 10 Kapellen gen Himmel reckten. Die beeindruckende Zahl der Gotteshäuser - nicht zuletzt das stadtbildprägende majestätische Ensemble von Mariendom und Severikirche - veranlassten Chronisten und Zeitgenossen, z. B. Ernst Stida (1585–1632), vom "thüringischen Rom" zu sprechen. Und auch heute noch werfen die meisten dieser Kirchtürme ihre Schatten auf die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser im Andreasviertel und an die Fassaden schöner Renaissancebauten.

Der mittelalterliche Stadtkern Erfurts ist einer der am besten erhaltenen und flächenmäßig größten Deutschlands. Das Augustinerkloster, in dem Martin Luther fünf Jahre als Bettelmönch lebte, die Predigerkirche, heute evangelische Hauptkirche und nach dem Dom die zweitgrößte Kirche Erfurts sowie die Festungsanlagen auf der Zitadelle Petersberg, eine der ältesten Stadtfestungen, sind eindrucksvolle Beispiele mittelalterlicher bzw. frühneuzeitlicher Baukunst.

Allein 18 der zahlreichen Erfurter Kirchen stammen aus dem Mittelalter. Rund 50 Gotteshäuser bieten heute Raum für religiöses Leben und inmitten der pulsierenden Stadt Räume wohltuender Stille und Andacht. Seit 1994 ist Erfurt wieder Sitz eines Bischofs der römisch-katholischen Kirche.

"Erfurt bietet soviel des Sehens werten dar, dass ein wochenlanges Verweilen kaum hinreichen würde, die Schaulust zu begrenzen, zumal wenn dieselbe Freude am Altertum hätte."
Ludwig Bechstein, Reisebeschreibung (1858)

Tradition

Erfurt ist eine Stadt mit mehr als 1250 Jahren verbürgter und bewegter Geschichte.

Ihr wurde in den Jahrhunderten mancher Beiname verliehen: der Schriftsteller Arnold Zweig nannte sie ein "Bilderbuch der deutschen Geschichte" und von Martin Luther stammt der Beiname "Erfordia turrita - türmereiches Erfurt". Die Stadt wurde wegen des hoch entwickelten Schulwesens und ihrer bedeutenden Universität als "Bologna des Nordens" gepriesen. Die zahlreichen Brücken über die Gera brachten ihr den Beinamen "Kleinvenedig".

Erfurt - Unverwechselbares kennzeichnet diese Stadt. Die frühe Stadtwerdung wurde zum Beispiel von der außergewöhnlich guten Verkehrslage begünstigt. Am Schnittpunkt alter deutscher und europäischer Handelstraßen, beförderte dies beizeiten lebhaften, weitreichenden Handel. Kaufleute und Handwerker siedelten sich an. Erfurt gelangte aufgrund des Waidanbaus und Handels damit zu Ruhm, Reichtum und Einfluss. Das lässt heute noch der sehens- und erlebenswerte Altstadtkern erahnen.

Der erfolgreiche Handel, der Land- und Gartenbau waren Impuls für die Herausbildung mannigfaltiger Handwerkszünfte. Von der Kultivierung der Brunnenkresse gingen Impulse für die Medizin aus. Als der Färberwaid zu Beginn des 18. Jahrhunderts dem Indigo weichen musste, bestimmten vor allem der Anbau und Vertrieb von Spezialkulturen und Sämereien das Wirtschaftsleben. Woll-, Tuch- und Lederherstellung sowie das Metallhandwerk und der Maschinenbau florierten.

Erfurt war und ist Metropole für Landwirtschaft und Gartenbau, Handel und Gewerbe, Wissenschaft und Technik, moderner Industrie und Technologie. Eine Schmiede kluger Politiker, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler, Podium für Künstler und Sportler und Medien.

Texte zum Teil aus den Webseiten von www.Erfurt.de mit vielen weiteren Infos und Bilder der Stadt.


Erfurt - Stadtbilder 2010


Erfurt - Petersberg mit Zitadelle


zur Wartburg 2010

Historie der Wartburg

1067 - Die Gründung der Wartburg

1080 - erste Erwähnung

1130 - Beginn der Zeit der Landgrafen

1155 - Beginn des Palasbaus

1206 - Der Sängerkrieg auf der Wartburg

1211 - 1228 - Die heilige Elisabeth

1247 - Tod des letzten Landgrafen

1521 - Martin Luther auf der Wartburg

1777 - Johann Wolfgang Goethe besucht die Wartburg

1838 - 1890 - Die Wiederherstellung der Burg

1922 - Gründung der Wartburg-Stiftung

1952 - 1954 - Umfangreiche Baumaßnahmen

1999 - Die Wartburg als Welterbe