Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Wandern mit Kindern, Rückblick 2012

Samstag, den 27.Oktober war es wieder soweit!

Angesagt war die Nachtwanderung  „Geschichten bei Fackelschein“ mit dem SGV und der Naturschule Grund.
Eine große Wanderschar hatte sich um 19.00 Uhr am Treffpunkt Naturschule Grund eingefunden: Eltern mit ihren Sprösslingen und Großeltern mit ihren Enkelkindern. Einige Kinder kamen mit den schönsten selbst

gebastelten Laternen, die je durch den finsteren Wald getragen worden sind.
Bevor es in den Wald ging, drehten die Kinder mit hell leuchtenden Fackeln einige Runden um die Naturschule, um einem Reporter Gelegenheit zu geben, ein geeignetes Foto für die Tagespresse machen zu können.
Zu Beginn der Wanderung war eine der wichtigsten Fragen der Kinder, wieso keine Fledermäuse zu sehen sind.

Der Diplom-Biologe der Naturschule erklärte, daß die Futter­aufnahme der Fledermäuse meist im Flug erfolgt. So gibt es, wenn die Nächte kälter werden (ungefähr ab 10 Grad und kälter) keine Nahrung für die Fledermäuse. Es fliegen kaum noch Mücken mehr, andere kleine Insekten, Spinnen und Tausend­füßler, die den Fledermäusen als Nahrung dienen, sind auch nicht mehr unterwegs.
Im Wald angekommen, wurden die Fackeln erneut angezündet. Die Spannung und Erwartung, durch den finsteren Wald zu gehen, war bei Kindern und Erwachsenen zu spüren.
Im dunklen, dichten Wald war der erste Halt, um einer Gruselgeschichte zu lauschen. Der Erzähler scharrte Kinder und Erwachsene auf einer kleinen Waldlichtung um sich und alle lauschten der Geschichte vom Silberbein, die mit einem lauten Ruf endete und die Lauscher in Schrecken versetzte.
Weiter führte der Weg hinunter ins Gelpetal zum Steffenshammer. Unterwegs wurden die Wanderer mit noch mehr Geschichten in Spannung gehalten.
Aus dem Kreis der Kinder wurde Fabian ausgewählt, um eine Gruselgeschichte vorzulesen, Gespanntes Zuhören und ein leichtes Gruseln konnte man in den Gesichtern der Zuhörer erkennen.
Der Steffenshammer wurde besichtigt. Alle nahmen mit Interesse und Neugier an der Schmiedevorführung teil. Vor allem das Öffnen des Schott (Arbeitsschütz), damit das Wasser auf das Wasserrad trifft und das große Rad sich langsam zu drehen anfing und immer schneller wurde, faszinierte die Zuschauer. Der Befehl, das Schott zu öffnen oder zu schließen, wird vom Schmied an seinen Gehilfen erteilt. Nach der Besichtigung ging die Wanderung steil den Berg hinauf zum Naturerlebnisweg Grund. Zum Verschnaufen wurde erstmals wieder eine Gruselgeschichte erzählt.

Auf diesem zur Naturschule Grund führenden Weg begann die Suche nach einem Feuersalamander. Doch für den Feuersalamander sind die Tage und Nächte ebenfalls schon zu kalt. Auch er geht in den Winter­schlaf wie viele andere Tiere und ist leider nicht mehr zu sehen.

Das Ziel, die Naturschule Grund, war bald erreicht, und eine
zufriedene Wandergruppe von 28 Kindern und 29 Er­wachsenen machte sich dankbar nach den vielen und vor allem neuen Eindrücken auf den Heimweg.   

Manfred Bau